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6 jul. 2013

ROLANDO VILLAZÓN, ENTREVISTA EN TZ

foto: @unfried, Facebook TZ

Como sabéis, Rolando está en Munich donde esta tarde tendrá lugar su concierto, junto con Thomas Hampson, en la Odeonsplatz. El periódico TZ ha publicado esta entrevista (en alemán). 


Ya comenté en el post anterior que cabe la posibilidad que la emisión por TV de Bayerisches Fernsehen pueda ser vista en Internet en los lugares que no sintonicen este canal, en caso de que finalmente así sea, ya lo avisaré y pondré el link en el Blog, en mi perfil de Facebook y en @villazonistas. En todo caso, al ser un directo diferido, la emisión empezará a las 22 h. (GMT+2).

Villazón über Teamgeist, Liebe und seinen Lebensweg

München - Hier ist der Mr. 100 000 Volt der Klassik: Rolando Villazón, 2005 an der Seite von Anna Netrebko in der Salzburger Traviata zum Weltstar torpediert. Der Opernstar im tz-Interview.

Hier ist der Mr. 100 000 Volt der Klassik: Rolando Villazón, 2005 an der Seite von Anna Netrebko in der Salzburger Traviata zum Weltstar torpediert. Viele Auftritte, Partien an den führenden Opernhäusern. Dann erste Stimmprobleme, schließlich eine Stimmband-Operation, bei der eine Zyste entfernt wurde. Vor vier Jahren war das. Doch der mittlerweile 41-jährige Mexikaner gab nie auf. Und verströmt die gleiche Lust, Leidenschaft, Energie wie eh und je. Mr. 100 000 Volt eben. Der sympathische, immer gut gelaunte Opernstar hat sich mehrere Standbeine geschaffen: Er inszeniert Opern, liest viel, schreibt am zweiten Roman, moderiert TV-Sendungen und ist zweifacher Familienvater. Ein Teamplayer ohne Star-Allüren. Klar wollen wir erst mal was über Teamarbeit wissen.
Herr Villazón, wissen Sie eigentlich, in welch stolzer Fußballstadt Sie sind?
Rolando Villazón: Natürlich! Toll für die Bayern – gerade, weil ich mich ans Finale im vergangenen Jahr erinnere. Damals habe ich gerade in Baden-Baden Donizettis Liebestrank inszeniert. Aber jetzt ist ja alles prima.
Ihr Großvater war in Mexiko ein echter Fußballstar. Haben Sie was geerbt?
Villazón: Nicht wirklich, ich war eher Handballer.
Wie kam’s?
Villazón: Die Sportart ist in Mexiko fast unbekannt, aber mein bester Freund war Kapitän der Nationalmannschaft. Klar habe ich auch gekickt, ich war ja auf einer deutschen Schule in Mexiko, dem Colegio Alemán Alexander von Humboldt. Und meine Urgroßmutter kam aus Österreich. Ich war Verteidiger.
So eine Art Beckenbauer?
Villazón: Aber mit einem Fuß und einem Auge. Maximal! Beckenbauer ist in Mexiko ein großer Held, obwohl er uns als Spieler und Trainer zwei Mal aus der WM gekegelt hat.
Und trotzdem ein Held?
Villazón: Das liegt am Jahrhundertspiel 1970 in Mexico City: das 3:4 gegen Italien, wo er trotz verletzter Schulter mit Verband spielte. Aber er war immer Teil des deutschen Kollektivs, das wie eine Mauer stand. Das ist imponierend.
Gibt’s das in Ihrer Heimat denn nicht?
Villazón: Wir haben viele Einzelkämpfer, die es sehr weit bringen. Der reichste Mann der Welt ist Mexikaner (Carlos Slim, Anm. d. Red.). Aber alle sind Individualisten. Wir sind ein fröhliches Volk und verstehen uns. Aber wenn es um ein Ziel geht, das man gemeinsam erreichen muss, ist das was ganz anderes. Wir sind kein Team.
Warum?
Villazón: Das geht zurück bis 1512, auf die Eroberung durch die Spanier. Danach kamen die Franzosen, jetzt ist der US-Einfluss immens. Wir sind erst seit 1810 unabhängig und seit 13 Jahren eine Demokratie. Wir müssen alles erst lernen, uns noch finden.

foto: @unfried,  TZ online -  Villazón beim Tennisschauen mit dem stellvertretenden Chefredakteur Peter Schiebel (l.) und Kulturredakteur Matthias Bieber

Apropos Sich-Finden: Wie schwer fiel Ihnen der Neustart nach der Zwangspause 2009, als Ihre Stimme versagte? Wie kommen Sie mit den Höhen und Tiefen zurecht?
Villazón: Ich sehe meine Karriere nicht als Achterbahnfahrt, sondern als Entwicklung. Und gerade das deutsche Publikum ist da wunderbar. Als ich 2010 auf die Bühne zurückkehrte, war der Applaus unglaublich. Ich will nicht bewundert werden, und die Deutschen wollen mich nicht bewundern. Es ist mehr: eine Art Seelenverwandtschaft, ja Liebe. Auch wenn ich die Menschen nicht alle kenne, aber bei Autogrammen, überhaupt in der Öffentlichkeit, spüre ich das sehr deutlich
Ein Beispiel?
Villazón: Etwa das Kind in der U-Bahn. Das flüsterte dauernd seiner Mama zu: „Du, das ist dieser Tenor!“ Und die Mama sagte zu ihrer Tochter: „Die Fernsehsendung kommt zu spät, die darfst du nicht sehen. Aber hol dir ein Autogramm.“ Solche Dinge liebe ich.
Und Ihre Söhne? Singen die auch unter der Dusche, wie Sie es gerne tun?
Villazón: Klar. Bei uns singt jeder zu Hause. Singen ist im Leben so wichtig! Es ist etwas, das tief aus unserer Seele kommt. Wir tragen beim Singen ein Licht heraus aus uns selbst. Wenn es dunkel ist, dann singe! Manche beten, aber Singen ist für jeden. Auch, wenn es schrecklich klingen sollte. Mach es wie die Vögeln.
Bitte wie?
Villazón: Ich meinte: Vögel. Diesen Versprecher hatte ich in der Fernseh-Liveshow ­Musical Showstar auch schon mal – alle lachten, und ich hatte keine Ahnung, warum. Ich dachte mir zuerst: Oh, habe ich das „ö“ zu sehr wie „o“ ausgesprochen? Bis ich aufgeklärt wurde.
Wobei Ihnen ja live liegt …
Villazón: Alles, was ich mache, mache ich im Hier und Jetzt. Was jetzt passiert, ist wichtig. Ich freue mich auf heute. Und das bezieht sich nicht nur auf mein Leben als Tenor, das ich liebe. Das ist ja nur ein Teil von mir. Ich inszeniere, schreibe Bücher …
Im Rückblick: Bereuen Sie, nicht früher kürzergetreten zu sein?
Villazón: Es gibt für mich nur einen Weg in der Kunst: alles geben, was in mir drin ist. Nur so schafft man eine Brücke zwischen den Menschen.
Interview: M. Bieber

gracias a Marion por la información

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